2007 berichtete der ICPP-Report, dass seit 1978 arktisches Eis alle 10 Jahre um 2,7% zurückgeht, sodass es mit Ende des 21. Jahrhunderts verschwunden sein wird.
Was in diesem Bericht nicht enthalten war:
2007 zog sich das arktische Eis im Sommer so weit zurück, wie selbst von den schlimmsten vom IPCC betrachteten Computer-Szenarien nicht berechnet. Wissenschaftler warnten schon damals, dass das Eis bereits 100 Jahre früher völlig verschwunden sein könnte. Bereits zwei Jahre zuvor hatte Prof. Tore Furevik vom Geophysikalischen Insitut in Bergen gezeigt, dass sich das arktische Eis im Sommer wesentlich weiter zurückzog als die damals aktuellen Modelle des IPCC vorhersagten. Eine ganze Gruppe von Wissenschaftlern hatte damals bereits Beweise vorgelegt, dass die Arktis bereits in den Sommern rund um 2030 völlig eisfrei sein könnte.
Trotz der alarmierenden Warnungen vieler Wissenschaftler berichtete der IPCC in seinem Report 2014: „Die Arktik wird nur in den aller schlimmsten Vorhersagemodellen erst um 2100 im Sommer eisfrei sein.“
In Wirklichkeit wurde die Eisschicht der Arktik viel schneller dünner, als alle Vorhersagemodelle es vermuten lassen. Kipppunkte für eisfreie Sommer wurden schon vor Jahren überschritten, sodass viele Wissenschaftler heute vermuten, dass die Arktik bereits in den kommenden Jahren im Sommer eisfrei sein könnte.
Der Verlust des Eisschildes verringert die Reflexion des Sonnenlichtes, sodass seine Wärme in Meer und Festland gespeichert wird. Diese Art der selbstverstärkenden Erwärmung wird derzeit noch nicht in den Vorhersagemodellen des IPCC einberechnet.
Um diese zusätzliche Erwärmung zu kompensieren, und die Erderwämung dennoch unter 2°C zu halten, müssten wir 5-15 Jahre früher (als 2050, wie im Parisabkommen angestrebt) netto Null CO2 ausstoßen, und das CO2-Budget, das uns zur Verfügung steht, müsste um 20-51% reduziert werden (Referenz).